Das Leben kennt unendlich viele Bedürfnis-JAs.

Wie viele Bedürfnis-JAs kennt eigentlich das Leben?

Diese Frage beschäftigt mich immer mehr.

Denn je tiefer ich Bedürfnisse erforsche, desto weniger erscheinen sie mir als einzelne Konzepte.

Und desto mehr als ein unendlicher Raum von Möglichkeiten.

Nehmen wir das Bedürfnis Liebe.

Die meisten Menschen würden sagen:

"Liebe ist ein Bedürfnis."

Doch was passiert, wenn wir genauer hinschauen?

Ich liebe meine Kinder.

Bedürfnis-JA.

Ich liebe meine Familie.

Bedürfnis-JA.

Ich liebe meinen Partner.

Bedürfnis-JA.

Ich liebe die Natur.

Bedürfnis-JA.

Ich liebe die Menschheit.

Bedürfnis-JA.

Ich liebe das Leben.

Bedürfnis-JA.

Plötzlich wird sichtbar:

Liebe ist nicht ein Bedürfnis-JA.

Liebe erzeugt unzählige Bedürfnis-JAs.

Und genau das passiert mit jedem Bedürfnis.

Freiheit erzeugt Bedürfnis-JAs.

Verbundenheit erzeugt Bedürfnis-JAs.

Kreativität erzeugt Bedürfnis-JAs.

Sicherheit erzeugt Bedürfnis-JAs.

Verantwortung erzeugt Bedürfnis-JAs.

Führung erzeugt Bedürfnis-JAs.

Spiritualität erzeugt Bedürfnis-JAs.

Und jedes dieser Bedürfnisse kann sich auf allen Ebenen des Menschseins ausdrücken.

Beim Individuum.

In Beziehungen.

In Familien.

In Organisationen.

In Gesellschaften.

In Nationen.

In der Menschheit.

Dadurch entsteht etwas Faszinierendes:

Die Anzahl möglicher Bedürfnis-JAs wächst nicht linear.

Sie wächst exponentiell.

Vielleicht ist das der Grund, warum Glück so schwer zu definieren ist.

Wir versuchen oft, Glück über Erfolg, Besitz oder äußere Umstände zu erklären.

Doch vielleicht wächst Glück einfach mit der Anzahl der Bedürfnis-JAs, die ein Mensch verkörpert.

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